
Exyte stärkt seine Rolle als führender Partner für Hightech‑Industrien, indem das Unternehmen ein digitales Rückgrat aufbaut, das Engineering, Design und Bau enger miteinander verbindet. Da Projekte größer und komplexer werden, investiert Exyte gezielt in digitale Plattformen und KI‑Lösungen, um Projektabwicklung planbarer, transparenter und stärker datenbasiert zu machen.

Gavin Thornton, Experte für IT-Lösungsarchitektur
Im Zentrum dieser Entwicklung steht eine weiterentwickelte Plattform für Engineering, Procurement und Construction (EPC). Als langfristige Initiative ersetzt sie fragmentierte lokale Toollandschaften und manuelle Datenübergaben durch eine vernetzte, unternehmensweit integrierte Umgebung. Gemeinsam mit der oneData‑Initiative, die Daten systemübergreifend strukturiert, bildet sie das digitale Rückgrat: Informationen fließen zuverlässig von der Planung über das Design bis in die Bauausführung.
„Ziel ist es, eine durchgängige Umgebung zu schaffen, in der Informationen ohne manuellen Aufwand verfügbar sind“, sagt Gavin Thornton, Experte für IT‑Lösungsarchitektur im EPC‑Umfeld. „Teams erhalten eine konsistente Sicht auf ihre Daten – unabhängig davon, in welchem System sie arbeiten.“
Dieser Ansatz erleichtert die Wiederverwendung von Informationen aus früheren Projektphasen. Ändern sich Planungen, wird die Information einmal aktualisiert, statt in mehreren Dokumenten manuell nachgezogen zu werden.
Mit strukturierten und konsistent gepflegten Informationen über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg lässt sich künstliche Intelligenz gezielt und praxisnah einsetzen. KI‑Anwendungen unterstützen automatisierte Modellprüfungen, erkennen Abweichungen frühzeitig im Planungsprozess und weisen auf potenzielle Koordinationsrisiken hin, bevor sie Auswirkungen auf die Bauausführung haben. Dabei ersetzen sie keine Ingenieurkompetenz, sondern entlasten Teams von manueller Prüfung und Datenabstimmung – und schaffen Freiraum für Entscheidungen und Wertschöpfung.
Das Datenrückgrat: Wie Informationen in einem Projekt konsistent bleiben
Um zu verstehen, wie dieses digitale Rückgrat funktioniert, hilft der Blick auf eine einzelne Information im Projektverlauf. „Wenn ein Ingenieur ein Equipment spezifiziert, entsteht diese Information zunächst im Planungstool – etwa in einem Rohrleitungsmodell oder einem Prozessdiagramm“, erklärt Thornton. „Statt sie in separate Tabellen zu kopieren, wird sie automatisch in die gemeinsame Projektumgebung übernommen.“ Dort steht sie für Beschaffungssichten zur Verfügung, erscheint in Bau‑Dashboards und fließt in Prüfungen während der Inbetriebnahme ein.
Alle Beteiligten arbeiten mit derselben Datenbasis. Das reduziert manuellen Abstimmungsaufwand erheblich und senkt das Risiko von Inkonsistenzen im späteren Projektverlauf.
Auch auf der Baustelle unterstützen diese strukturierten Informationen die Koordination, Fortschrittsverfolgung und Qualitätsprüfung. Digitale Modelle lassen sich mit Reality‑Capture‑Daten abgleichen, um die korrekte Installation zu verifizieren. Außenteams greifen direkt auf konsistente Geräte‑ und Spezifikationsdaten aus der gemeinsamen Umgebung zu. So entstehen Übergabe‑ und As‑Built‑Unterlagen schrittweise während des Projekts – als verlässliche Grundlage für Betrieb, Wartung oder spätere Digital‑Twin‑Ansätze.

Aritra Kar, Vice President IT Enterprise Architecture & Digitalization
Informationen aus unterschiedlichen Disziplinen werden so zusammengeführt, dass Daten aus einem Tool zuverlässig in anderen Systemen weiterverwendet werden können. Anwendungen wie Autodesk Revit sind über API‑Schnittstellen angebunden und stellen ihre Daten dort bereit, wo sie im Projektablauf benötigt werden. Der Fokus liegt auf Interoperabilität: Informationen aus Planung, Terminsteuerung, Beschaffung und Bau sprechen dieselbe Sprache. Dadurch lassen sich Daten wiederverwenden, ohne sie für jede Aufgabe oder jedes Projekt neu aufbauen zu müssen.
”Konsistente Daten hängen auch von gemeinsamen Regeln und Governance-Strukturen ab. Wir entwickeln eine einheitliche Methode zur Definition und Organisation von Informationen, damit Tools nahtlos verbunden werden und Teams verstehen, womit sie arbeiten. Dies stellt sicher, dass Informationen zuverlässig über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg fließen können,” sagt Aritra Kar, Vice President IT Enterprise Architecture & Digitalization

Samit Bahinipati, Experte für Enterprise Architecture Data
Eine belastbare Datenbasis schaffen
Die Plattform ist dabei nur ein Teil des Gesamtbildes. Ebenso entscheidend ist die Struktur der Daten selbst, wie der Experte für Enterprise Architecture Data, Samit Bahinipati, erklärt. Projektinformationen entstehen seit jeher in unterschiedlichen Systemen für Engineering, Terminplanung, Beschaffung und Bau. „Teams arbeiten mit den Daten, die ihnen zur Verfügung stehen“, sagt er. „Wenn Systeme jedoch unterschiedliche Begriffe oder Strukturen verwenden, kostet es Zeit, Informationen zusammenzuführen – und Entscheidungen verzögern sich.“ Bei kleineren Projekten war das handhabbar, bei größeren und zeitkritischen Vorhaben jedoch zunehmend problematisch.
Um dem zu begegnen, entwickelt Exyte mit oneData einen unternehmensweiten Ansatz zur Organisation von Informationen, der eng mit der EPC‑Plattform verzahnt ist. oneData führt eine gemeinsame Struktur ein, sodass Daten aus einem System in einem anderen verstanden und genutzt werden können. Der Ansatz folgt den F.A.I.R.T‑Prinzipien: auffindbar, zugänglich, interoperabel, wiederverwendbar und vertrauenswürdig. Diese Konsistenz ist eine zentrale Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz von KI, da entsprechende Anwendungen auf verlässliche Daten angewiesen sind. „Die Ursprungssysteme behalten die Verantwortung für ihre Daten“, erklärt Bahinipati. „oneData verknüpft diese Quellen, ordnet die Informationen ein und macht sie projektübergreifend nutzbar.“
Mit dieser Basis erhalten Projektteams und Kunden früher und verlässlicher Einblick in den Fortschritt einer Anlage. Die kombinierte Struktur aus EPC‑Plattform und oneData verhindert typische Reibungsverluste, die entstehen, wenn verschiedene Disziplinen mit leicht abweichenden Datenständen arbeiten. Abweichungen werden früh erkannt oder entstehen gar nicht erst, da alle Beteiligten auf dieselbe Informationsquelle zugreifen.
Die Zukunft gestalten, Schritt für Schritt
EPC‑Plattform, oneData und die bereits eingesetzten KI‑Anwendungen bilden gemeinsam ein digitales Rückgrat, das Projekte transparenter macht und manuelle Schritte reduziert. Durch die Verbindung von Engineering‑Tools mit einer gemeinsamen Datenlogik entsteht eine Umgebung, in der Informationen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt unterstützen.
Wie Aritra Kar es zusammenfasst: „Das heute geschaffene Fundament ermöglicht es, KI und Automatisierung so einzusetzen, dass Komplexität sinkt und Projekte verlässlicher werden.“

Entwickelt von Exyte, gelebt von allen
Von Online-Gaming und Echtzeitübersetzung bis hin zu Elektromobilität und lebensrettender Medizin – die Arbeit von Exyte zeigt sich in alltäglichen Momenten, oft ohne bemerkt zu werden. Diese Geschichte folgt den Menschen hinter den Anlagen, die diese Technologien möglich machen, und der Infrastruktur, die die moderne Welt im Hintergrund am Laufen hält. Es ist ein Blick auf unser Wirken, das man spüren kann, auch wenn man es nicht sieht.

Bei Exyte geht es im Engineering nicht nur darum, das zu liefern, was heute benötigt wird, sondern auch darum, sich auf das vorzubereiten, was als Nächstes kommt. Die von Exyte entworfenen, geplanten und gebauten Anlagen unterstützen Branchen, die sich schnell bewegen und in großem Maßstab arbeiten. Wir definieren ständig neu, was möglich ist. Was folgt, geht über eine Vision hinaus, um die nächsten Schritte zu gehen. Sorgfältige Planung, technisches Fachwissen und disziplinierte Umsetzung.
In den Bereichen Hightech-Fertigung, Dateninfrastruktur und Biowissenschaften arbeitet Exyte an der Schnittstelle von Ideen und Realität. Engineering what’s next bedeutet, aufkommende Technologien in Umgebungen zu übersetzen, die zuverlässig funktionieren und sich an wechselnde Anforderungen anpassen. Es geht darum, Lösungen zu schaffen, die bereit sind für das, was Kunden jetzt brauchen, und widerstandsfähig genug für das, was sie morgen benötigen.





